»Lord Gravestone 2: Der letzte Wolf von Alba« von Jérôme Le Gris & Nicolas Siner

Achtung: Es handelt sich um den zweiten Band der »Lord Gravestone«-Reihe!

Als Fan des ersten Bandes von »Lord Gravestone« war ich gespannt auf die Fortsetzung, die unter dem Titel »Der letzte Wolf von Alba« erschienen ist. Das Cover hatte meine Neugierde zusätzlich geweckt, da es einen Werwolf zeigt. Der Klappentext versprach ein weiteres fesselndes Abenteuer, in dem John Gravestone, gezeichnet von der Bisswunde der Striga Camilla, um sein Schicksal ringt. Begleitet von seinem Onkel Theophilus und dem loyalen Diener Tibbett flüchtet John nach Schottland. Doch auch dort ist er vor Camilla nicht sicher.

Da die Geschichte im zweiten Band nahtlos fortgesetzt wird, befinden wir uns immer noch im Jahr 1823. Diesmal erleben wir die Ereignisse aus der Perspektive von Johns Onkel Theophilus. Die Handlung findet die meiste Zeit in Schottland statt. Mit von der Partie sind die uns bereits bekannte Gesichter aus dem ersten Band: Natürlich unser Protagonist John Gravestone, der mit seinen inneren Konflikten ringt. Theophilus, der fest entschlossen ist, Camilla um jeden Preis ein Ende zu setzen. Zwei Figuren haben mich dieses Mal sehr überrascht: zum einen Johns Diener und Freund Tibbett, zum anderen die Vampirin Camilla.

»Lord Gravestone 2: Der letzte Wolf von Alba« von Jérôme Le Gris & Nicolas Siner
© Splitter Verlag / Jérôme Le Gris, Nicolas Siner

Nachdem ich den ersten Band beendet hatte, hatte ich mir ausgemalt, wie es im zweiten Band weitergehen würde, und ich muss gestehen, dass ich eine andere Wendung erwartet habe. Dennoch haben mich die Ereignisse in diesem Band positiv überrascht. Jede Seite war wieder äußerst spannend und fesselnd. Die Weiterentwicklung der Charaktere und die Einführung neuer Aspekte in die Handlung haben das Lesevergnügen enorm gesteigert und mich tiefer in die Welt von Lord Gravestone gezogen. Besonders toll fand ich, dass es dieses Mal nicht nur um Vampire ging, sondern auch Werwölfe eine wichtige Rolle spielten.

Das Artwork und der Zeichenstil sind ebenso beeindruckend wie im ersten Band. Die Farbgebung, die viel Grün mit einem türkisen Unterton verwendet, schafft eine mystische Atmosphäre, die perfekt zur düsteren und geheimnisvollen Handlung passt. Die dunkle Farbpalette trägt dazu bei, dass man beim Betrachten der Seiten das Gefühl hat, in eine Welt der ewigen Nacht einzutauchen, in der Geheimnisse lauern und jede Ecke Gefahren birgt. Die Gestaltung der Panels und die Darstellung der Umgebung verstärken diesen Effekt und ziehen uns noch tiefer in das Geschehen hinein. Die Art und Weise, wie die Figuren gezeichnet sind, hat mir ebenfalls sehr zugesagt.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich »Lord Gravestone« absolut feiere, da diese Reihe vollkommen meinen Lesegeschmack trifft. Die Erweiterung des übernatürlichen Universums um Werwölfe hat der Geschichte zusätzliche Spannung verliehen. Ich freue mich wahnsinnig auf Band 3 und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird. »Lord Gravestone« ist eine Reihe, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat und die ich jedem empfehle, der nach einer packenden, übernatürlichen Geschichte voller Intrigen und Geheimnisse sucht.

Bibliografie
Titel: Lord Gravestone 2: Der letzte Wolf von Alba
Originaltitel: Lord Gravestone Tome 2 – Le dernier loup D‘Alba
Szenario: Jérôme Le Gris
Zeichnungen und Farbe: Nicolas Siner
Übersetzung: Swantje Baumgart
Verlag: Splitter
ISBN: 978-3-98721-116-4
Seiten: 64
Reihe: Lord Gravestone (Band 2 von 3)
Voriger Band: Lord Gravestone 1: Der rote Kuss
Nächster Band: Lord Gravestone 3: Der Herr der Asche

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