»The Dark One« von Ronda Thompson

Auf Armond liegt ein Fluch. Sollte er sich jemals verlieben, wird er sich in einen Werwolf verwandeln. Deshalb hat Armond sich geschworen, sein Herz an niemanden zu verlieren. Dieses Vorhaben wird aber schon bald von der schönen Rosalind durchkreuzt, als sie eine ungewöhnliche Bitte an Armond richtet. Kann Armond sich zusammenreißen und Rosalind widerstehen oder wird der Fluch doch noch von ihm Besitz ergreifen?

»The Dark One« von Ronda Thompson ist der Auftakt zur historischen Liebesroman-Reihe »Wild Wulfs of London«. Die amerikanische Originalausgabe erschien bereits im Jahr 2005. Das Buch hatte mein Interesse geweckt, weil mich nicht nur die Leseprobe überzeugt hat, sondern weil ich generell dazu tendiere, alles zu lesen, was sich in meiner heißgeliebten Stadt London abspielt.

Armond Wulf ist der älteste von vier Brüdern und derjenige, der die Familie zusammenhält oder zumindest das, was davon noch übriggeblieben ist. Armond lebt sehr zurückgezogen, weshalb über ihn viele Gerüchte kursieren. An weiblicher Aufmerksamkeit mangelt es ihm dennoch nicht, auch wenn die meisten Frauen Angst vor ihm haben, was aber nicht an seinem attraktiven Aussehen liegt. Armond habe ich bereits seit dem ersten Kapitel in mein Herz geschlossen. Die meisten Menschen nehmen ihn als gefährlich und furchteinflößend wahr. In Wirklichkeit ist Armond zuvorkommend und sorgsam. Er ist zum richtigen Zeitpunkt zurückhaltend, scheut sich aber nicht davor, einzugreifen, wenn es brenzlig wird.

Liebe ist der Fluch, der dich bezwingt, doch auch der Schlüssel, der dich befreit.“ – »The Dark One« von Ronda Thompson

Lady Rosalind Rutherford scheint auf den ersten Blick ein Landei zu sein, weshalb sie von vielen unterschätzt wird. Da sie keine Eltern mehr hat, ist sie auf ihren Stiefbruder Franklin angewiesen, der ihr das Leben zur Hölle macht. Doch Rosalind versucht sich von ihm nicht unterkriegen zu lassen. Außerdem hat mich an ihr beeindruckt, dass sie hilfsbereit und gutmütig ist.

Neben den sympathischen Protagonisten gibt es in »The Dark One« tolle Nebenfiguren. Vor allem Armonds Brüder Gabriel und Jackson haben es mir sehr angetan und ich freue mich schon darauf, in den Folgebänden mehr über sie zu erfahren. An einem skrupellosen und kaltherzigen Antagonisten, der die Spannung vorantreibt, fehlt es der Geschichte ebenfalls nicht.

Da die Handlung in London im Jahr 1821 spielt, ist der Schreibstil an einigen Stellen etwas altmodisch angehaucht, was mich aber keineswegs störte. Ich finde es sogar gut, wenn die Sprache an das Zeitalter angepasst wird. Aus meiner Sicht ist es der Autorin besonders gut gelungen, die Anziehung zwischen Armond und Rosalind leidenschaftlich und gefühlvoll darzustellen. Gestört hat mich, dass der übernatürliche Teil zu wenig ausgearbeitet war. Dennoch habe ich das Buch verschlungen und habe mir vorgenommen, die Folgebände zu lesen.

Fazit

»The Dark One« von Ronda Thompson ist denjenigen zu empfehlen, die historische Liebesromane mit einem Hauch von Paranormalen mögen. Alle, die auf Liebe und Leidenschaft nicht verzichten wollen, werden auf ihre Kosten kommen. Auch wenn ich viel mehr Fantasy in dieser Geschichte erwartet habe, werde ich die nachfolgenden Bände trotzdem lesen, da ich die Figuren sehr fesselnd fand.

 

 

Bibliografische Daten
Titel: The Dark One – Versuchung der Finsternis
Originaltitel: The Dark One
Autorin: Ronda Thompson
Verlag: beHEARTBEAT (Bastei Lübbe)
ISBN: 978-3-7325-6353-1
Seiten: 399
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Reihe: Wild Wulfs of London (Band 1)
nächster Band: The Untamed One – Im Rausch der Finsternis

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