Comic-Rezension: »Ghost Kid« von Tiburce Oger

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In »Ghost Kid« von Tiburce Oger (»Canoe Bay«, »Buffalo Runner«) macht sich der auf dem Cover abgebildete Cowboy Ambrosius Morgan aka ‚Old Spur‘ auf die Suche nach seiner Tochter, von der er erst vor kurzem erfahren hat. Dabei gerät Old Spur in verschiedene Abenteuer: Er trifft einen geheimnisvollen Apachen-Jungen, muss in der Wüste überleben und schafft es, eine Mustang-Stute zu zähmen.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1896, als Old Spur sich gerade im verschneiten North Dakota (USA) aufhält. Seine Jobs sind schlecht bezahlt und die Gesundheit ist auch nicht mehr die beste. Der charismatische Ambrosius versucht dennoch irgendwie klarzukommen. Der eine oder andere Drink schafft ihm dabei Abhilfe. Er führt oft Selbstgespräche und Monologe, die nicht ohne Selbstironie sind, was ihn in meinen Augen sehr sympathisch macht.

 

Ein Mann, der in dieser Welt keine Uhr hat, ist ein freier Mann […]. Aber ein Mann, der weiß, wie man die Uhr liest, ist noch freier!“ – Zitat (»Ghost Kid« von Tiburce Oger)

 

Ende des 19. Jahrhunderts neigt sich die Cowboy-Ära dem Ende zu, was in dem Comic oft deutlich wird. Die Industrialisierung hängt stets wie ein Damoklesschwert über Old Spur. Die Vereinigten Staaten befinden sich im Umbruch – das Alte ist gerade dabei, dem Neuen zu weichen, was der Story eine melancholische Note verleiht. Old Spur weiß, dass das Leben nie wieder so ein wird, wie es einmal war und versucht deshalb, aus seinem wahrscheinlich letzten Abenteuer, das Beste zu machen.

 

»Ghost Kid« von Tiburce Oger (ISBN: 978-3-96792-066-6)

 

Das Cover mit der wunderschönen Goldprägung lässt die Lesenden zunächst nicht erahnen, dass der Western-One-Shot sehr eindrucksvolle Illustrationen winterlicher Landschaft enthält. Umso angenehmer ist die Überraschung, wenn man den Comic aufschlägt und die traumhaften Zeichnungen sieht. Der Rest von »Ghost Kid« kann sich natürlich auch sehen lassen. Besonders angetan haben es mir die Splash-Pages, die ich stundenlang anschauen könnte.

 

Fazit

»Ghost Kid« von Tiburce Oger ist ein atmosphärischer Comic, den ich jedem ans Herz lege. Ich liebe das Artwork und freue mich schon auf die weiteren Werke von Tiburce Oger.

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Bibliografische Daten
Titel: Ghost Kid
Szenario: Tiburce Oger
Zeichnung: Tiburce Oger
Übersetzung: Harald Sachse
Verlag: Splitter
ISBN: 978-3-96792-066-6
Seiten: 80
Genre: Comic

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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