Rezension: »365 Tage – Dieser Tag« von Blanka Lipińska

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In letzter Zeit hat keine Buchreihe die Gemüter so sehr gespalten, wie die »365 Tage«-Reihe von Blanka Lipińska. Die einen haben die ungewöhnliche Lovestory gehypt, die anderen haben sie in Grund und Boden gestampft. So oder so, die Geschichte von Laura und Massimo hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Das kann ich durchaus nachvollziehen, denn die Autorin weiß, wie sie mit ihren Figuren provozieren kann.

Nachdem ich »365 Tage – Dieser Tag« beendet hatte, habe ich festgestellt, dass ich kein Fan von Laura und Massimo bin. Warum? Tja, ich habe weder für Laura noch für Massimo einen Funken Sympathie empfunden. Die beiden waren mir derart unsympathisch, dass ich Mühe hatte, mit dem Lesen fortzufahren. Dasselbe gilt auch für die Nebenfiguren.

Bei Laura hatte ich das Gefühl, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, gegen jede Logik zu verstoßen. Sie war extrem impulsiv, weshalb sie oft etwas machte, ohne vorher gründlich nachzudenken oder sich mit der Situation irgendwie auseinanderzusetzen. Dies führte wiederum zu endlosen und unnötigen Streitereien, die aber schnell behoben wurden, sobald sich Laura und Massimo gegenüberstanden. Überhaupt kam es mir so vor, als ob Laura in Massimos Gegenwart keinen klaren Gedanken fassen kann.

Massimo hat sich diesbezüglich ein bisschen mehr unter Kontrolle, aber zum Vorbild sollte man ihn sich deswegen auch nicht nehmen, denn es fällt mir sehr schwer, einen positiven Charakterzug an ihm zu finden. Er ist ständig dabei, Laura zu kontrollieren und kann sehr herrisch sein. Es ist mir ein Rätsel, wie eine Frau es mit ihm überhaupt aushalten kann.

Dass die Protas extrem heiß aufeinander sind, beweist die enorme Anzahl an „Liebesszenen“. Es geht ziemlich oft zur Sache, was ich schnell nervig fand, weil die Autorin sich keine Mühe gab, eine halbwegs interessante Handlung zu entwickeln oder den Figuren Tiefe zu verleihen. Stattdessen wird Platz darauf verschwendet, ständig irgendwelche Designer oder Automarken zu nennen. Der Schreibstil der Autorin ließ also sehr zu wünschen übrig. Ich war oft kurz davor, das Buch abzubrechen, habe mich dann aber doch immer wieder zusammengerissen, weil ich noch ein bisschen Hoffnung hatte, dass am Ende vielleicht doch noch etwas Gescheites kommen wird. Tja, wie sich herausstellte, war dies nicht der Fall.

 

Fazit

Unsympathische Figuren und sehr schwache Story – »365 Tage – Dieser Tag« von Blanka Lipińska ist ein totaler Reinfall.

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Bibliografische Daten
Originaltitel: Ten dzień
Autorin: Blanka Lipińska
Übersetzung: Marlena Breuer, Saskia Herklotz
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-1052-8
Seiten: 480
Genre: Erotik
Fortsetzung: Band 3 – 365 Tage mehr

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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