Rezension: »The Story of a Love Song« von Vi Keeland und Penelope Ward

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»The Story of a Love Song« ist mein viertes Buch von Vi Keeland und Penelope Ward. Die beiden Autorinnen haben natürlich mehr als vier Bücher veröffentlicht. Ich habe also nicht alles von ihnen gelesen. »The Story of a Love Song« wollte ich aber unbedingt lesen, weil mich der Klappentext sehr neugierig gemacht hat. In dem Buch geht es um Luca und Griffin, die nach jahrelanger Funkstille ihre Brieffreundschaft neu aufleben lassen. Für mich klang dieses Szenario sehr vielversprechend.

Manchmal sind die besten Dinge die, die uns vor die größten Herausforderungen stellen.“ – Zitat aus »The Story of a Love Song« von Vi Keeland und Penelope Ward

Luca lebt sehr zurückgezogen und ist oft einsam, da sie seit einigen Jahren mit einer Phobie fertig werden muss, die ihr Leben stark beeinflusst. Die 25-Jährige muss sich leider ständig darüber Gedanken machen, was, wie und wann sie etwas tut. Warum, leider? Weil, Luca ein liebevoller und herzensguter Mensch ist, der es verdient, glücklich zu sein. Als ich las, wie stark sie sich einschränken muss, blutete mir das Herz. Luca tat mir unfassbar leid, weil mir klar wurde, dass vieles, was für mich selbstverständlich ist, für sie enorme Kraft und Überwindung erfordert. Das machte mich traurig.

Griffin bildet insofern das Gegenstück zu Luca, wenn es darum geht, dass er permanent in der Öffentlichkeit steht. Ansonsten könnte man sagen, dass er sich mindestens genauso oft einsam fühlt wie Luca. Als Mitglied einer berühmten Band, weiß Griffin manchmal nicht, wer sein wahrer Freund ist und wer ihn nur ausnutzen will. Im Nachhinein betrachtet, finde ich, dass Griffin in dem Buch etwas untergegangen ist. Meiner Meinung nach hätte man hier mehr rausholen können, da einige spannende Dinge aus seinem Leben angesprochen wurden.

Obwohl »The Story of a Love Song« eine Liebesgeschichte ist, liegt der Fokus vor allem auf Luca und ihrem Leben mit der Phobie. Die Beziehung mit Griffin war vielmehr eine nette Beilage, als der Schwerpunkt des Buches. Einerseits hat mich diese Tatsache etwas gestört, weil ich ja ursprünglich davon ausging, dass es vor allem um die Liebesgeschichte gehen würde, andererseits war mir das irgendwann egal, weil ich Luca und ihre Lebensweise sehr interessant fand.

Erzählt wird sowohl aus Lucas als auch aus Griffins Sicht. Außer Luca und Griffin gibt es noch eine Figur, die ich noch unbedingt erwähnen muss. Dabei handelt es sich um Lucas Therapeut Dr. Maxwell oder einfach Doc, wie Luca ihn immer nennt. Die beiden pflegen eine ungewöhnliche Arzt-Patient-Beziehung, die ich bisher so noch nicht gesehen habe und falls doch, so kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Wie dem auch sei, die gemeinsamen Szenen von Luca und Doc waren sehr unterhaltsam. Außerdem hat der Doc eine faszinierende Persönlichkeit, die ich von Anfang an charmant fand. Doch nicht nur der Doc ist locker und entspannt, sondern auch der Schreibstil. Es gibt sowohl traurige, fröhliche als auch witzige Momente. Griffins Songtexte verleihen dem Buch das gewisse Etwas. Nicht so gut fand ich dagegen das klischeebelastete Ende, das ich in letzter Zeit immer öfter in Liebesromanen treffe.

Fazit

»The Story of a Love Song« liefert zwar eine Story als auch einen Love Song, aber es geht vor allem nur um Luca und ihre Phobie, weshalb die Liebesgeschichte in den Hintergrund rückt. Das fand ich aber nicht so tragisch, wie das klischeehafte Ende.

Bibliografische Daten
Titel: The Story of a Love Song
Originaltitel: Dirty Letters
Autorinnen: Vi Keeland & Penelope Ward
Übersetzerin: Anika Klüver
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-7363-1444-3
Seiten: 372
Genre: Liebesroman
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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