Rezension: ‚Spiel der Macht‘ von Marie Rutkoski

/ / Jugendbuch, Rezension

‚Spiel der Macht‘ ist der erste Band der ‚Die Schatten von Valoria‘-Trilogie von Marie Rutkoski. Im Mittelpunkt steht Kestrel, eine valorianische Generalstochter, die den Sklaven Arin ersteigert und damit nicht nur ihr, sondern das Leben ihres ganzen Volkes verändert. Auf das Buch bin ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wollte ich unbedingt mehr über Kestrel erfahren.

Kestrels Vater ist der hoch angesehene General Trajan. Er ist ein guter Stratege und denkt immer zehn Schritte voraus. Auch wenn Kestrel manchmal denkt, sie könnte ihn um den Fingen wickeln, täuscht sie sich. Kestrels Leidenschaft ist die Musik. Die 17-jährige geht in ihr vollkommen auf und wird von ihr geerdet. Kestrel befasst sich aber auch mit der Kampfkunst, um später eventuell dem Militär beizutreten. Am Anfang habe ich Kestrel sehr gemocht, obwohl sie ziemlich herrisch sein kann. Am Ende des Buches hatte ich jedoch Zweifel an ihrer Loyalität und konnte nicht immer ihre Handlungen verstehen, weshalb ich mir noch nicht sicher bin, wie ich zu ihr stehe. Bevor ich eine endgültige Meinung über Kestrel bilde, möchte ich noch den zweiten Band lesen und schauen, wie sie sich entwickelt.

Arin ist kein besonders redseliger Typ, was man ihm nicht übelnehmen darf, da er viel Schlimmes durchgemacht hat. Wenn er sich aber dazu entschließt, mit Kestrel zu reden, dann wirft er sie mit seinen Aussagen oft aus der Bahn. Man kann Arin schwer einschätzen, weil er wenig über sich preisgibt. Da ich aber ungefähr erahnen konnte, welche Absichten er hat, war für mich die Entwicklung seines Charakters dementsprechend nicht überraschend. Dennoch faszinierte mich der 19-jährige, da er einige gegensätzliche Charaktereigenschaften in sich verkörpert. Er kann zum Beispiel in einem Moment emotionslos und undurchschaubar sein und im anderen sehr gefühlvoll.

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als fesselnd, auch wenn der Anfang sich etwas gezogen hat. Mit dem Fortgang der Geschichte wird es jedoch immer spannender, sodass man sich fragt, worauf das Ganze noch hinauslaufen wird. Die Kernthemen sind unter anderem Krieg, Sklaverei und Unterdrückung. Gefallen hat mir, dass das Buch eine Karte enthält, auch wenn das Geschehen nur in Valoria stattfindet. Aber so, wie die Geschichte endete, wird sich das im zweiten Band wahrscheinlich ändern und man wird hoffentlich noch andere Gebiete/Orte kennenlernen.


Fazit

‚Spiel der Macht‘ von Marie Rutkoski ist ein hochinteressanter Auftakt, obwohl mich die Protagonistin noch nicht vollkommen von sich überzeugen konnte. Ich freue mich schon auf den zweiten Band und kann es kaum abwarten, zu erfahren, wie es mit Valoria weitergeht.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bibliografische Daten:
Titel: Spiel der Macht
Originaltitel: The Winner´s Curse
Autorin: Marie Rutkoski
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58388-8
Seiten: 368
Altersempfehlung des Verlages: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1. der ‚Die Schatten von Valoria‘-Trilogie
Fortsetzung: Spiel der Ehre


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