Rezension: ‚Kein Horizont ohne Licht‘ von Michelle Schrenk

/ / Frauenroman, Liebesroman, Rezension

Vor vielen Jahren wurde Hanna von Josh das Herz gebrochen. Als die beiden sich wieder begegnen, spüren sie, dass die Flamme der Leidenschaft noch nicht erloschen ist. Doch bevor sie in die Zukunft blicken können, müssen sie mit der Vergangenheit abschließen. Können Hanna und Josh aus ihren Fehlern lernen?

Meine Meinung

‚Kein Horizont ohne Licht‘ von Autorin Michelle Schrenk handelt nicht nur von Liebe, sondern auch davon, wie wichtig Erinnerungen sind und dass man schöne Momente mit Menschen, die man liebt, genießen sollte. Das Cover lässt nicht daran zweifeln, dass es um eine Liebesgeschichte geht.

Hanna ist eine erfolgreiche Bühnenkünstlerin, die gerade dabei ist, die Karriereleiter hochzuklettern. Ihr Privatleben sieht dagegen ganz anders aus. Hanna kann ihre Jugendliebe Josh immer noch nicht vergessen, weshalb sie sich oft an die Zeit erinnert, als die beiden noch ein Paar waren. Leider konnte ich zu Hanna nicht durchdringen. Unter anderem liegt dies am langem Hin und Her ihrer Gefühle für Josh. Hanna versucht sich ständig einzureden, dass sie ihn vergessen sollte, obwohl ihr klar ist, dass sie noch etwas für ihn empfindet.

Der Autorin ist es aber gelungen, liebenswerte Nebenfiguren zu erschaffen. Besonders Mo, seine Ehefrau Erika und Emma sind immer für Hanna da und helfen ihr, wo sie nur können. Erzählt wird aus Hannas Sicht und einige Passagen spielen in der Vergangenheit bzw. stellen Hannas Erinnerungen dar. An dem Schreibstil muss ich bemängeln, dass einige Sachen oft wiederholt werden. Ein Beispiel wäre dafür der Spruch, dass es ohne Licht kein Horizont gibt, der in abgeänderter Form immer wieder vorkommt oder dass Hanna sich ständig ermahnt, nicht kindisch oder albern zu sein. Ersterer sorgte dafür, dass mir die Geschichte etwas kitschig erschien. Lobenswert ist, dass wichtige Themen wie Alzheimer und Sterbehilfe angesprochen werden, allerdings hätte man aus meiner Sicht diesbezüglich mehr in die Tiefe gehen können. Da der Ablauf der Handlung für mich vorhersehbar war, führte dies dazu, dass es mir an Spannung fehlte.

Fazit

Die Idee von ‚Kein Horizont ohne Licht‘ besitzt meiner Meinung nach viel Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Einige Themen hätten viel tiefer aufgegriffen werden können, weil sie wichtig für die Geschichte sind. Ich empfehle das Buch allen Fans der Autorin und denjenigen, die auf der Suche nach einer leichten Lektüre sind.

Vielen Dank an das mainwunder-Team für das Rezensionsexemplar!

Bibliografische Daten:
Titel: Kein Horizont ohne Licht
Autorin: Michelle Schrenk
Verlag: Canim Verlag
ISBN: 978-3942790352
Seitenzahl: 322

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