Rezension: „Der rote Swimmingpool“ von Natalie Buchholz

/ / Rezension, Roman

 

Alles hat im Leben ein Ende. Diese Erfahrung macht auch Adam, als seine Eltern plötzlich getrennte Wege gehen und ihm nicht sagen, was genau los ist. Adam dachte immer, seine Familie sei perfekt. Doch plötzlich ändert sich alles und Adam weiß nicht, wie es weitergehen soll. Er ist verwirrt und wütend, aber vor allem will er wissen, was zwischen seinen Eltern vorgefallen ist. Während er versucht, Antworten auf seine Fragen zu finden, lernt er Tina kennen, die für noch mehr Chaos in seinem ohnehin schon turbulenten Leben sorgt.

 

Meine Meinung

„Der rote Swimmingpool“ von der Autorin Natalie Buchholz durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lesejury lesen. Ich habe mich für diese Leserunde beworben, weil ich fasziniert davon war, wie Adams Welt auf einmal zusammenbricht und ich die Ursache dafür wissen wollte.

Nicht nur die Gestaltung des Covers und der Titel passen zusammen, sondern sie passen auch zum Inhalt. Der rote Swimmingpool spielt eine wichtige Rolle in dem Roman und hat auch eine Bedeutung für die Figuren. Aufgrund der knalligen Farbe ist das Buch sehr auffällig und sticht hervor.

Adam ist ein Protagonist, den ich zunächst nicht ganz durchschauen konnte. Seine Beweggründe wurden im Laufe der Geschichte immer nachvollziehbarer und ich konnte mich am Ende in ihn hineinversetzen. Adam ist hilfsbereit und hat ein gutes Herz. Dass er von seinen Eltern im Stich gelassen wurde, fand ich sehr traurig, aber dadurch konnte Adam sich weiterentwickeln und es führte dazu, dass er anfing, sein eigenes Leben zu leben.

Adams besten Freund Tom mochte ich ebenfalls. Er ist schlau, belesen und hat immer einen witzigen Spruch auf Lager. Aber er kann auch ernst sein und hat meistens einen objektiven Blick auf kritische Situationen, während Adam dazu neigt, impulsiv zu sein. Auf Tom ist immer Verlass und er hilft wo er kann, auch wenn dies zunächst nicht danach aussieht.

Was ich über Tina denken sollte, wusste ich am Anfang nicht, weil ihre Motive nicht ganz deutlich waren. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau, die Adam und Tom vor den Kopf stößt. Tina hat eine besondere Aura, die es unmöglich macht, sie zu ignorieren. Manchmal hat sie mich an Adams Mutter erinnert, die ebenfalls von vielen Menschen bewundert wird.

Die Handlung ist ein Mix aus Gegenwart und Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat. In letzter Zeit lese gerne Bücher, die zwischen ‚jetzt‘ und ‚vorher‘ wechseln, weil man nicht nur noch mehr über die Figuren erfahren kann, sondern auch vergleichen, wie und ob sie sich verändert haben. Aus meiner Sicht sorgt diese Art eine Geschichte zu erzählen für noch mehr Spannung. Toll fand ich auch, dass die Geheimnisse erst am Ende gelüftet wurden, auch wenn es für mich ab der Mitte vorhersehbar wurde. Dies fand ich jedoch nicht schlimm, weil der Schreibstil der Autorin dafür sorgt, dass man beim Lesen Spaß hat und das Buch nur ungern aus der Hand legt. Aufgefallen ist mir besonders die Sprache der Jugendlichen, weil sie zum Beispiel keine obszönen Ausdrücke benutzen. Natürlich, muss dies nicht bedeuten, dass das Vokabular der meisten Teenager nur aus Schimpfwörtern bestehen muss, aber ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen Jugendliche sich nicht so vornehm ausdrücken und war deswegen etwas überrascht.

 

Fazit

Ich empfehle „Der rote Swimmingpool“ allen, die sich gerne mit den Themen Familie, Freundschaft, Liebe aber auch Enttäuschungen auseinandersetzen wollen. Aus meiner Sicht ist dieses Buch ein perfekter Begleiter für den Sommerurlaub.

 

 

 

 

Vielen Dank an das Lesejury-Team und den Hanser Berlin Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Bibliografische Daten:
Titel: „Der rote Swimmingpool“
Autorin: Natalie Buchholz
Verlag: Hanser Berlin
ISBN: 978-3-446-25909-6
Seitenzahl: 288

 

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