Rezension: „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ von Petra Hülsmann

/ / Frauenroman, Rezension

 

Als die Musik- und Geografielehrerin Annika an eine andere Schule abgeordnet wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Annika will auf keinen Fall in einem der größten Problembezirke Hamburgs unterrichten und hat auch schon einen Plan, wie sie an ihre alte Schule zurückkommt. Unterstützt wird sie von ihren Freunden und ihrer ersten großen Liebe Tristan. Wird Annikas Plan aufgehen?

 

Meine Meinung

„Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ ist mein erstes Buch von Petra Hülsmann. Ich habe zwar viel über die Autorin gehört, aber bisher noch nicht geschafft, etwas von ihr zu lesen. „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lesejury vorablesen. Das Cover finde ich zwar sehr schön gestaltet, aber aus meiner Sicht passt es nur sehr wenig zum Inhalt.

Die 27-jährige Annika Paulsen unterrichtet Musik und Geografie am Werther-Gymnasium in Hamburg. Sie liebt ihren Job und würde ihn nie freiwillig aufgeben. Doch als sie eines Tages an eine andere Schule abgeordnet wird, ist sie todunglücklich. Annika nimmt im Laufe der Geschichte jedoch die Herausforderung an und macht das Beste aus ihrer Situation. Dies ist eine der Eigenschaften, die mir an Annika gefallen, nämlich, dass sie nicht aufgibt und sich Mühe gibt. Meiner Meinung nach hat sich Annika am meisten weiterentwickelt. Am Anfang ist sie etwas verwöhnt und hat einige Vorurteile. Mit der Zeit wird sie immer mutiger und kommt aus sich heraus. Auch mag ich an Annika, dass sie vielseitige Interessen hat und nicht nur witzig, sondern auch eine „nerdige“ Art an sich hat, die sie extrem sympathisch macht.

 

Schon seltsam, dass manchmal genau die Menschen, von denen man Übles erwartete, die nettesten waren.“ (Pos. 1031)

 

In „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ gibt es unzählige Nebenfiguren, die ich toll finde. Zunächst ist da Annikas Mitbewohnerin Nele, die sie immer aufmuntert und für sie da ist. Dann sind da noch Annikas sehr nette und liebevolle Nachbarn Sebastian und Kai. Wenn es die beiden nicht geben würde, bin ich mir sicher, dass das Buch nicht so gut geworden wäre. Besonders möchte ich aber die Schüler der ALS (die neue Schule, an der Annika unterrichten muss) hervorheben. Jeder einzelne von ihnen hat die Geschichte besonders und schön gemacht. Ich habe sie schnell in mein Herz geschlossen und finde es toll, wie viel Mühe sich die Autorin mit diesen Figuren gegeben hat.

Vor allem hat mir an dem Buch gefallen, dass der Leserschaft viele verschiedene Themen nahegebracht werden. Es geht um Liebe, Freundschaft, Schule, Arbeit, Mobbing, Toleranz und Musik. Die Geschichte ist vielfältig und der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Ich habe an sehr vielen Stellen gelacht. Die Schüler der ALS haben mich mit ihrer Umgangssprache zuerst etwas schockiert. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass ich kein Teenager mehr bin und nicht weiß, welche Begriffe gerade bei Jugendlichen aktuell sind. Im Laufe der Geschichte habe ich mich aber daran gewöhnt und finde, die Schüler wirken dadurch authentisch.

 

Fazit

Ich empfehle „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ allen, die humorvolle Geschichten mögen und sich für den Schulalltag interessieren. Ich bin bereits auf die anderen Bücher der Autorin gespannt und bin froh darüber, dass ich sie vor kurzem entdeckt habe.

 

 

 

 

Vielen Dank an das Lesejury-Team und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“
Autorin: Petra Hülsmann
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-17690-8
Seitenzahl: 575
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

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