Rezension: ‚Das Eis‘ von Laline Paull

/ / Literatur, Rezension

Als Tom Hardings Leichnam aus einem Gletscher in der Arktis geschwemmt wird, liegt die ganze Aufmerksamkeit vor allem auf seinem besten Freund, den erfolgreichen Geschäftsmann Sean Cawson. Sean war nämlich die letzte Person, die Tom noch lebend gesehen hat und weiß, was damals vor drei Jahren, wirklich passiert ist.

Meine Meinung

‚Das Eis‘ ist der zweite Roman von der Autorin Laline Paull, der im Klett-Cotta Verlag erschienen ist. Es ist mein erstes Buch von Paull und ihr Debüt ‚Die Bienen‘, das sie im Jahr 2014 veröffentlichte, steht bereits auf meiner Wunschliste.

Protagonist ist der 50-jährige Sean Cawson, der ursprünglich aus einfachen Verhältnissen stammt, aber aufgrund seines Ehrgeizes, es ziemlich weit gebracht hat. Sein Job hat nicht nur etwas mit der Arktis zu tun, sondern die Arktis ist quasi sein Leben. Nicht nur der Unfall, bei dem Tom ums Leben kam, setzt Sean immer noch zu, sondern auch das schlechte Verhältnis zu seiner Exfrau und seiner Tochter. Sean ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der unter anderem exklusive Privatclubs für die Elite betreibt. Sean hat bei mir verschiedene Gefühle ausgelöst, weil er einerseits sehr materialistisch ist und andererseits nach der Wahrheit strebt und versucht, aufrichtig zu sein.

Der Titel des Buches nimmt Bezug auf die Arktis und unterstreicht die Faszination des Protagonisten für diesen Ort. Für mich steht der Titel aber auch stellvertretend für kaltherzige Menschen, die in ‚Das Eis‘ zahlreich vorhanden sind. Diese Menschen nehmen keine Rücksicht auf die Umwelt oder die Lebewesen auf diesem Planeten. Es geht ihnen nur ums Geld, obwohl sie schon viel davon besitzen und sie tun alles, um ihr Ziel zu erreichen. Genau das ist es, was meiner Meinung nach der Autorin sehr gut gelungen ist, nämlich zu zeigen, was Menschen, die viel Geld haben, imstande sind, zu vollbringen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

‚Das Eis‘ überzeugt nicht mit Spannung, sondern mit der Wahl des Themas und der Problematik, die im Vordergrund steht. Man erfährt viel Interessantes über die Arktis und wie begehrt dieser Ort ist. Es geht aber auch um Freundschaft, Vertrauen und Verrat. Die Handlung erzeugt eine traurige Atmosphäre, die zum Nachdenken bringt.

Als am Anfang des Buches Toms Leichnam auftaucht, werden viele Fragen aufgeworfen. Zum Beispiel, was mit Tom genau geschehen ist und weshalb diese Tatsache Sean so sehr aus der Bahn wirft. Mit dem Fortschreiten der Geschichte, findet man heraus, wie und was passiert ist, indem die Autorin zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt.

Fazit

Ich empfehle ‚Das Eis‘ allen, die Umweltromane mögen und sich für die Arktis interessieren. Mir persönlich hat es sehr gefallen, mehr über die Arktis zu erfahren und das Gelesene brachte mich zum Nachdenken, auch wenn es mir an Spannung etwas gefehlt hat.

Vielen Dank an das vorablesen-Team und den Klett-Cotta Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bibliografische Daten:
Titel: Das Eis
Originaltitel: The Ice
Autorin: Laline Paull
Verlag: Tropen bei Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-50352-4
Seitenzahl: 448

Buch hier bestellen:

Verlag (Werbung)
Amazon* (Werbung)

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link von Amazon.de. Solltet ihr über diesen Link einen Kauf tätigen, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis des Produkts ändert sich für euch dadurch NICHT.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Im zweiten Band der leidenschaftlichen und humorvollen »Sonnenstein«-Reihe von Stjepan Sejic heizen Ally und Lisa wieder ordentlich ein. Die beiden Frauen kommen sich dieses Mal nicht nur näher, sondern lernen sich immer mehr kennen. Dabei kommt das eine oder andere Geheimnis ans Licht, was dafür sorgt, dass die Beziehung von Ally und Lisa auf die
Da ich mich in letzter Zeit ausführlich mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftige, konnte ich mir das neue Buch von Rita Bernardi nicht entgehen lassen. »Einfach gesund kochen – Vollwertige Rezepte mit Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten« hat mich direkt angesprochen, vor allem, weil ich ein großer Fan von Hülsenfrüchten bin. Bernardis Kochbuch gliedert sich in
»How Not to Diet« ist mein erstes Buch von Michael Greger. Meine Aufmerksamkeit hat der Autor allerdings schon viel früher auf sich gezogen, da sein anderes Buch »How not do die« schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste steht. Das Cover ist sehr schlicht und minimalistisch gestaltet. Meiner Meinung zurecht, denn das Buch hat einen
OBEN