Rezension: „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg

/ / Rezension, Thriller

 

Als die junge Julie brutal in ihrer Wohnung ermordet wird, ist das Kopenhagener Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner ratlos. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Julies Vermieterin Esther de Laurenti, weil ihr Kriminalroman als Mord-Vorlage diente. Hat Esther mit Julies Ermordung etwas zu tun oder wurde jemand von ihrem Roman inspiriert?

 

Meine Meinung

„Krokodilwächter“ ist der Auftakt der Kopenhagen-Thriller von Katrine Engberg. Es ist mein erstes Buch von der Autorin und ich wollte es lesen, weil mich der Klappentext und der Titel sehr angesprochen haben. Der skandinavische Thriller erschien im Diogenes Verlag und umfasst 512 Seiten. Im Mittelpunkt stehen die pensionierte Dozentin Esther de Laurenti und das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission. Wie der Name dieser Reihe bereits verrät, findet das Geschehen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt.

Da sich die ehemalige Uni-Dozentin Esther de Laurenti seit ungefähr einem Jahr in Pension befindet, nutzt sie ihre freie Zeit, um einen Kriminalroman zu schreiben und das eine oder andere Gläschen Rotwein zu trinken. Sie lebt mit ihren zwei Hunden in der Kopenhagener Innenstadt und lässt sich ab und zu von ihrem jungen Gesangslehrer bekochen. Esther ist Eigentümerin und Bewohnerin eines Hauses, in dem sie gleichzeitig Wohnungen vermietet. Außerdem ist sie eine belesene und freundliche Dame, die ihr Leben genießt, weil sie ihrem Arbeitsstress endlich entkommen kann.

Jeppe Kørner ist bereits seit zehn Jahren bei der Mordkommission. Seine Arbeit nimmt den größten Teil seiner Freizeit ein, was auch einer der Gründe für seine gescheiterte Ehe war. Jeppe ist über seine Exfrau noch nicht hinweg und trauert ihr immer noch hinterher. Ich mochte Jeppe sofort, weil er eine nachdenkliche und ruhige Person ist.

Jeppes Partnerin bei der Mordkommission Anette Werner ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist aufgeschlossen und temperamentvoll. Die beiden arbeiten seit acht Jahren zusammen und weil sie so unterschiedlich sind, verhalten sie sich manchmal wie ein altes Ehepaar. Sie kennen einander sehr gut und obwohl sie ab und zu Meinungsverschiedenheiten haben, bilden sie eine sehr effektive Einheit.

Auch wenn der Thriller nicht aus Verfolgungsjagden und viel Action besteht, fand ich ihn dennoch spannend. Es gibt viele Nebenfiguren und ihre Beziehungen sind so komplex ineinander verstrickt, dass man sich immer fragt, wer der Mörder sein könnte. Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können, weil mich die Handlung mitgerissen hat und ich es interessant fand, wie die verschiedenen Fäden am Ende zusammenlaufen. Besonders gut hat mir die Beschreibung der Figuren gefallen. Ich hatte das Gefühl es geht um Personen, die es auch in Wirklichkeit gibt, weil sie sehr authentisch rüberkamen. Der Schreibstil sorgte dafür, dass ich mir alles genau bildlich vorstellen konnte. Personen und Situationen wurden sehr detailreich beschrieben und ich konnte mir immer die jeweilige Atmosphäre vorstellen. Da die Geschichte sich in Kopenhagen abspielt und dieser Ort Schauplatz vieler Ereignisse ist, erfährt man auch dementsprechend viel über die Stadt, was mich ebenfalls gefreut hat.

 

Fazit

Ich empfehle „Krokodilwächter“ allen, die eher ruhige Thriller ohne viel Action mögen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung und die neuen Fälle aus Kopenhagen.

 

 

 

 

Vielen Dank an das vorablesen-Team und den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: „Krokodilwächter“ 
Autorin: Katrine Engberg
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-07028-6
Seitenzahl: 512

 

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