Rezension: ‚Keiner trennt uns‘ von Jana von Bergner

/ / New Adult, Rezension

 

Die 21-jährige Hanna steckt mitten in ihrem Medizin-Studium, als ihr Vater plötzlich verstirbt. Nun ist sie auf sich allein gestellt und muss sich um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Da Hanna noch recht jung ist, kein festes Einkommen hat und keinen festen Lebenspartner an ihrer Seite, fürchtet sie, dass das Gericht sie und ihre Geschwister trennen wird. Hanna will dies auf keinen Fall zulassen und bittet ihren Bekannten Mark um einen Gefallen, der schwere Folgen nach sich ziehen könnte.

 

Meine Meinung

‚Keiner trennt uns‘ ist der Auftaktband der ‚Keiner‘-Reihe und mein erstes Buch von der Autorin Jana von Bergner. Ich wollte das Buch lesen, weil mich der Klappentext sehr neugierig gemacht hat. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich fiebere bereits der Fortsetzung entgegen.

Hanna Jannsen studiert Medizin im 5. Semester und lebt mit ihren drei jüngeren Geschwistern in Hamburg. Hanna ist aber weitaus mehr als nur die älteste Schwester, da sie sich schon seit dem Tod ihrer Mutter um ihre zwei Schwestern und kleinen Bruder kümmert. Dies macht sie aber gerne, da ihre Familie für sie immer an erster Stelle steht. Als auch ihr Vater plötzlich verstirbt und die ganze Verantwortung auf ihr liegt, gibt sie trotzdem nicht auf und will ihre Familie zusammenhalten. Mir hat Hanna als Protagonistin gefallen, da sie ein hilfsbereiter, liebevoller und selbstloser Mensch ist. Sie denkt immer zuerst an andere und fast nie an sich.

 

Wer du bist, hat nichts damit zu tun, wo du herkommst.“ – Zitat, (Seite 123)

 

Mark Struwe ist 26 Jahre alt und Polizist. Seine Arbeit und seine Kollegen ersetzen ihm seine richtige Familie, weil er aufgrund einiger tragischer Ereignisse früh von zu Hause ausgezogen ist. Nur zu seinem jüngeren Bruder Tom hat er regelmäßigen Kontakt. Da Mark sich wegen seiner Vergangenheit schämt, erzählt er nicht viel darüber und verschweigt oft vieles, was wiederum dazu führt, dass er viele Geheimnisse hat. Mark mag ich als Figur sehr, weil man immer auf ihn zählen kann, auch wenn er einiges verheimlicht. Er hat sein Herz am rechten Fleck und muss nur lernen, seine Vergangenheit so zu akzeptieren wie sie ist.

In ‚Keiner trennt uns‘ gibt es viele tolle und interessante Nebenfiguren. Besonders sympathisch fand ich Hannas Schwester Emma. Sie interessiert sich für Schauspielerei und ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau, die immer ihre Meinung sagt. Mit Hannas anderer Schwester Pia konnte ich leider nicht so viel anfangen, weil sie immer ihr eigenes Ding macht und deswegen auf mich etwas unnahbar wirkt. Ich hoffe, dies wird sich in den Fortsetzungen ändern und sie wird etwas offener. Dann gibt es noch Hannas 8-jährigen Bruder Mika, der ein absolut süßer Junge. Ihn mochte ich auf Anhieb und ehrlich gesagt kann man auch nicht anders, weil er ein tapferer kleiner Mann ist 🙂

Außerdem ist da noch Hannas Tante Yvonne, mit der sie sich oft nicht gut verträgt. Yvonne ist die Schwester von Hannas Mutter und will genau wie Hanna die Vormundschaft für Mika und Emma. Dies führt im Buch zu einigen angespannten Situationen. Auch wenn Yvonne aus Hannas Sicht nicht grade ins positive Licht gerückt wird, so will sie doch nur das Beste für Hannas Geschwister.

Neben Hannas Familienmitgliedern gibt es natürlich noch weitere Figuren. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Marks Vorgesetzte Birgit, weil sie meiner Meinung nach eine sehr taffe Frau ist. Obwohl sie nur eine Nebenfigur ist und dementsprechend nicht so oft vorkommt, kommt ihr starker Charakter beim Lesen trotzdem sehr gut rüber.

Erzählt wird aus Sicht der beiden Protagonisten Hanna und Mark. Das Geschehen findet in Hamburg statt. Man merkt sofort, dass die Autorin sich mit der Stadt bestens auskennt, da Straßen und Plätze immer genau beschrieben werden und man kann sich als Leser alles bildlich vorstellen. Generell mag ich es sehr, wenn Autoren in ihren Büchern den Ort, an dem sie in Wirklichkeit leben, Lesern näherbringen wollen. Aus meiner Sicht war das Buch wegen Hannas und Marks Vereinbarung, die sie am Anfang des Buches treffen, sehr spannend. Es gibt auch einige Überraschungen und es wird nie langweilig. Ich finde es schade, dass das Buch so kurz ist.

 

Fazit

‚Keiner trennt uns‘ ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener Auftakt. Es geht um Familie, Freundschaft und Liebe. Ich empfehle dieses Buch allen, die gefühlvolle und spannende Geschichten mögen.

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank an Jana von Bergner für das Rezensionsexemplar!

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: Keiner trennt uns
Autorin: Jana von Bergner
ISBN: 978-1980407249
Seitenzahl: 260
Teil dieser Reihe: Teil 1. der ‚Keiner‘-Reihe
Fortsetzung: Keiner weiß von uns

 

Buch hier bestellen:
Amazon* (Werbung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link von Amazon.de. Solltet ihr über diesen Link einen Kauf tätigen, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis des Produkts ändert sich für euch dadurch NICHT.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

‚Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht‘ ist der finale Band der ‚Redwood-Love‘-Trilogie von Kelly Moran. Dieses Mal geht es um Drake und Zoe, die mehr als nur eine jahrelange Freundschaft verbindet. Ich wollte das Buch lesen, da mir die beiden Vorgänger sehr gefallen haben und ich wissen wollte, wie die Trilogie enden wird.
‚Spiel der Macht‘ ist der erste Band der ‚Die Schatten von Valoria‘-Trilogie von Marie Rutkoski. Im Mittelpunkt steht Kestrel, eine valorianische Generalstochter, die den Sklaven Arin ersteigert und damit nicht nur ihr, sondern das Leben ihres ganzen Volkes verändert. Auf das Buch bin ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden. Als ich dann den Klappentext
Im Gegensatz zu mir verzichtet Anastasia Zampounidis auf Industriezucker und achtet immer darauf, sich gesund zu ernähren. Und das schon seit über 10 Jahren! Da ich die zuckerfreie Lebensweise sehr bewundere und ständig auf der Suche nach neuen Rezepten bin, wollte ich mir Anastasias neues Buch ‚Für immer zuckerfrei – Meine Glücksrezepte‘ nicht entgehen lassen.
OBEN