Rezension: ‚Loving Clementine‘ von Lex Martin

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Clementine ist klug, jung und sehr hübsch. Sie hat viele Verehrer, die aber vergeblich auf eine Chance von ihr warten, da Clementine grundsätzlich nicht datet. Als sie einen Kurs zum Thema kreatives Schreiben belegt und einen Liebesroman schreiben muss, stellt sie jedoch fest, dass eine romantische Inspiration ihr ganz gut tun würde. Da kommt ihr die Bekanntschaft mit dem attraktiven Gavin sehr gelegen. Er möchte Clementine helfen, Ideen für ihren Roman zu finden. Kann Clementine ihre Prinzipien über Bord werfen und Gavin eine echte Chance geben oder bleibt er nur ein Mittel zum Zweck?

 

Meine Meinung

‚Loving Clementine‘ ist der erste Roman der ‚Dearest‘-Reihe von der Autorin Lex Martin. Der Titel des Buchs verrät bereits den Namen der Protagonistin. Ohne den Klappentext gelesen zu haben, wird schon beim Betrachten des Covers deutlich, dass im Mittelpunkt der Geschichte eine junge Frau stehen wird. Auch wenn es nicht nur um Clementine geht, sondern auch um ihre Beziehung mit einem attraktiven jungen Mann, liegt der Fokus doch hauptsächlich auf ihrer Figur. Es geht darum, wie Clementine sich mit verschiedenen Problemen, vor allem solchen aus der Vergangenheit, auseinandersetzen muss.

Die Geschichte dreht sich um die junge Studentin der Boston University Clementine Avery, die sich im Abschlussjahr befindet. Clem, wie sie von ihren Freunden genannt wird, studiert kreatives Schreiben im Hauptfach und ist dabei, Ideen für ihr zweites Buch zu sammeln. Ihr erstes Buch, welches sehr gut bei Lesern angekommen ist, beruht auf Erfahrungen aus ihrem Leben. Über diese Tatsache wissen aber nur wenige Menschen Bescheid, da Clem unter Pseudonym veröffentlicht. Sie will nicht, dass jemand erfährt, dass alles was in ihrem Buch geschrieben wurde, sie wirklich durchmachen musste. Dies hat unter anderem mit ihren Eltern zu tun. Sie und Clem haben ein schwieriges Verhältnis zueinander, weshalb sie sich auch selten sehen. Dafür versteht sich Clem super mit ihrem Zwillingsbruder, der ebenfalls in Boston studiert. Liebestechnisch herrscht bei Clem schon seit einiger Zeit Funkstille, auch wenn sie viele Verehrer hat. Den Grund für ihr Desinteresse an Beziehungen behandelt sie in ihrem ersten Buch. Da sie grade an einem neuen Buch sitzt, ihr dazu aber jegliche Inspiration fehlt und eine Romanze vielleicht hilfreich wäre, beschließt sie sich Hilfe von dem erfahrenen und attraktiven Gavin zu holen.

Auch wenn Clem ziemlich verschlossen ist oder vielleicht auch deshalb, kam sie mir sofort sympathisch vor. Ich finde Protagonisten, die ihre wahren Gedanken und Gefühle verstecken, immer sehr spannend. So erging es mir auch bei Clem und ich wollte unbedingt wissen, was hinter ihrer Geschichte steckt. Da aus Clems Sicht erzählt wird, bekommt man als Leser/in immer ihre Gedanken mit. Diese haben bei mir für einige Lacher gesorgt, da Clem oft nicht das sagt, was sie wirklich denkt. Als Leser/in bekommt man das Gefühl, ein Insider und kein Beobachter zu sein, da sie oft witzige Bemerkungen über Personen macht, diese aber nicht ausspricht.

Clems männlicher Gegenpart heißt Gavin Murphy, der ebenfalls an der Boston University studiert. Seine Hauptfächer sind Englisch und Journalismus. Er ist neben seinem Studium als Journalist tätig und liebt seinen Job. Außerdem ist er Gitarrist in einer Band und schwärmt schon seit längerem für Clementine. Gavin sieht gut aus (er wird von Clem als Henry Cavills Doppelgänger bezeichnet), was dafür der Grund ist, dass es ihm nicht an Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts mangelt. Auch seine Exfreundin lässt ihn nicht in Ruhe und setzt alles daran, ihn zurückzuerobern, was im Buch für einen oder anderen Zickenkrieg sorgt.

Gavin bin ich schon allein aus dem Grund verfallen, da ich es total süß finde, wenn Kerle für Mädchen schwärmen. Ich meine, gibt es solche Typen überhaupt in der Realität? Wenn ja, dann würden sie auch zugeben, dass sie auf ein Mädchen stehen, sich aber bisher nicht trauten es anzusprechen? In dieser Hinsicht hat mich Gavin total beeindruckt. Aber auch neben seiner Schwärmerei, ist er sehr nett und hilfsbereit. Seine Taktik, Clem herumzukriegen, finde ich raffiniert. Genau wie Clem, konnte ich nicht anders, als seinem Charme zu verfallen.

Aus meiner Sicht geben Clem und Gavin ein süßes Paar ab und sie passen perfekt zueinander. Während Clem unabhängig und ein bisschen introvertiert ist, ist Gavin offen und loyal. Außerdem hat mir gefallen, dass die beiden erst einmal nur Freunde sein wollen, ohne sich sofort in eine Romanze zu stürzen. Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, dachte ich mir, die Handlung wäre bis zum Ende voraussehbar. Jedoch habe ich mich das eine oder andere Mal getäuscht, da nach der Hälfte des Buchs einige Überraschungen eingebaut wurden. Diese sorgten auch dafür, dass die Spannung am Ende anstieg. Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, da die Geschichte aus Clems Sicht unterhaltsam und witzig erzählt wird. Ihre Gedanken sind sarkastisch und selbstkritisch. Als Leser hat man das Gefühl, der Einzige zu sein, der Clem wirklich kennt. Die Dialoge passen sehr gut zum jungen Lesepublikum, da Umgangssprache verwendet wird. An prickelnden Liebesszenen besteht auch kein Mangel.

 

Fazit

Der Roman ‚Loving Clementine‘ ist ein gelungener Auftakt und hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, da es um Clems Bruder gehen wird und ich wissen möchte, ob es jemand schafft, ihn zu zähmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank an das vorablesen.de-Team und den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: Loving Clementine
Originaltitel: Dearest Clementine
Autorin: Lex Martin
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-7363-0603-5
Altersempfehlung des Verlags: ab 16 Jahren
Reihe: ‚Dearest‘-Reihe
Fortsetzung: Finding Dandelion

 

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