Rezension: ‚London Road – Geheime Leidenschaft‘ von Samantha Young 

/ / Liebesroman, Rezension

 

Jo ist sexy, hübsch und hat einen Freund nach dem anderen. Diejenigen, die sie nicht kennen, bilden sich schnell eine negative Meinung über sie. So ergeht es auch dem attraktiven Cam, als er Jo das erste Mal begegnet. Er denkt, Jo sei nur hinter Geld her. Als sie sich besser kennen lernen, erkennt Cam, dass Jo ihr wahres Ich zu verbergen versucht, damit niemand hinter ihr wohlbehütetes Geheimnis kommt.

 

Meine Meinung 

‚London Road‘ ist der zweite Teil der ‚Edinburgh Love Stories‘- Reihe von Samantha Young. Das Band setzt anderthalb Jahre später nach ‚Dublin Street‘ ein. Dieses Mal geht es um die 24-jährige Schönheit Johanna (genannt Jo) Walker und den Tattoo-Boy Cameron (genannt Cam) MacCabe. Was mich sehr freut ist, dass hier die Figuren aus dem ersten Teil wieder vorkommen. ‚Dublin Street‘ hat mir unheimlich gut gefallen und ich freute mich darauf zu erfahren, wie die Clique um Joss und Branden sich weiter entwickeln wird. ‚London Road‘ ist auch dieses Mal nicht nur der Buchtitel, sondern auch der Name der Straße, in der die Hauptprotagonistin lebt. So wird Samantha Youngs Tradition, Bücher aus der ‚Edinburgh Love Stories‘- Reihe nach Edinburghs Straßen zu benennen, beibehalten.

Jo ist jung, sehr hübsch und nie lange Single. Meistens ist sie mit Männern zusammen, die finanziell abgesichert sind. Dies ist kein Zufall, sondern ein Aspekt, der für Jo enorm wichtig ist, denn sie hat noch einen jüngeren Bruder und ihre Mutter, die auf sie angewiesen sind. Deshalb ist Jo der Meinung, dass ein Mann mit Geld die meisten ihrer Probleme lösen kann. Jos Lebensweise sorgt oft dafür, dass Außenstehende sie schnell als geldgierig abstempeln. Was sie nicht wissen, ist, dass Jo alles für ihre Familie macht, die sie mühevoll mit zwei Jobs durchzubringen versucht. Jos Bedürfnisse stehen deshalb an zweiter Stelle. Sie hat gelernt, sich so zu verstellen, damit sie jeder mag und keiner erfährt, wie wenig sie in Wirklichkeit von sich selbst überzeugt ist. Da ihre Eltern ihr jahrelang eingeredet haben, sie sei zu nichts im Stande, begreift sie nicht, dass sie klug, witzig und etwas Besonderes ist. Diese Eigenschaft macht sie als Figur sehr sympathisch, da sie nicht überheblich oder eitel ist. Ihre Taten zeigen immer wieder, dass sie einer der einfühlsamsten Menschen ist, die es gibt und eine loyale Freundin.

Cam ist ebenfalls wie Jo ein zuverlässiger Freund. Mit seiner Familie hat er aber deutlich mehr Glück als Jo, da er liebevolle Eltern hat, die ihm sehr nahe stehen. Cam ist gutaussehend, entspricht aber nicht sofort Jos üblichem Beuteschema, da er tätowiert und meistens lässig gekleidet ist. Jos Auserwählte tragen dagegen immer Anzüge und machen ihr teure Geschenke. Ähnlich wie Braden in Dublin Street ist auch Cam ein Mann mit vielen Lasten. Im Gegensatz zu Jo hat er aber mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Als Cam und Jo sich näherkommen, setzt Cam alles daran Jo zu zeigen, dass in ihr mehr steckt, als sie glaubt.

 

Die Welt wird immer versuchen, dich irgendwie zurechtzubiegen. Menschen, Zeit, Ereignisse – all das verändert einen, bis man am Ende das Gefühl hat, überhaupt nicht mehr zu wissen, wer man ist. Dabei spielt es letzten Endes gar keine Rolle, wie andere einen sehen oder welchen Namen sie einem aufdrücken. Wenn man sich selbst treu bleibt, können einem all diese Sachen nichts anhaben.“ – Zitat (Pos. 2471)

 

Sowohl Cam als auch Jo haben ihr eigenes Päckchen, das sie tragen müssen. Doch wenn sie zusammen sind, scheint die Welt besser zu sein. Sie sind glücklich miteinander und helfen sich gegenseitig. Auch wenn ich das Paar liebgewonnen habe, haben mich Joss und Braden aus dem ersten Teil emotional mehr berührt. Das Pärchen aus ‚Dublin Street‘ hat auch im zweiten Teil nicht nachgelassen und stellt meiner Meinung nach alle anderen Charaktere in den Schatten. Die beiden sind einfach das perfekte Paar und ihre Wortgefechte sind total witzig. Ich finde, dass Braden und Joss nicht einfach zu übertreffen sind. Mit den beiden hat die Autorin dominante Figuren erschaffen, die sehr temperamentvoll sind. Natürlich kann nicht jedes Paar die gleichen Charakterzüge aufweisen und es muss immer Abwechslung geben. Jedoch sind Joss und Braden nach wie vor mein Lieblingspaar.

In Sachen Erotik hat der zweite Teil genauso viel zu bieten, wie der erste. Die Handlung entwickelt sich bis ungefähr Mitte des Buches eher langsam. Es passiert zwar andauernd etwas, jedoch sind diese Ereignisse vorerst nicht so dramatisch, dass die Geschichte eine überraschende Wendung annimmt. Erst zum Ende hin, nimmt die Handlung endlich Fahrt auf. Dies hat mich angenehm überrascht hat, da ich schon erwartet habe, die Story würde ohne große Zwischenfälle enden.

 

Fazit  

Auch wenn Jo und Cam nicht so explosiv sind wie Joss und Braden, habe ich trotzdem gerne mitverfolgt, wie sich die Figuren weiterentwickeln. Ich finde es schön, dass immer wieder neue Leute zu der Clique stoßen. Insgesamt finde ich den ersten Teil etwas spannender als den zweiten und die Hauptfiguren haben mich nicht so emotional berührt, wie beim ersten Roman. Es lohnt sich, den zweiten Teil zu lesen, wenn man ein Fan der „Edinburgh“-Reihe ist und Liebesgeschichten mag. Ich für meinen Teil bin schon auf Olivia und Nate gespannt.

 

 

 

 

 

 

 

Bibliografische Daten:

Titel: London Road – Geheime Leidenschaft
Originaltitel: Down London Road
Autorin: Samantha Young
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-28598-6
Seitenanzahl: 512
Reihe: Edinburgh Love Stories
Fortsetzung: Jamaica Lane – Heimliche Liebe

 

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Meine Rezension zu ‚Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht‘ von Samantha Young
Meine Rezension zu ‚Jamaica Lane – Heimliche Liebe‘ von Samantha Young

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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