Rezension: ‚Liebe findet uns‘ von J.P. Monninger

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Die frischgebackene Uniabsolventin Heather macht mit ihren zwei besten Freundinnen eine Europareise. Auf dieser Reise lernt Heather Jack kennen. Dieser bereist die verschiedenen Stationen aus dem Reisetagebuch seines Großvaters. Die beiden entwickeln schnell Gefühle füreinander und beschließen zusammen weiter zu reisen. Dabei erleben sie viele schöne Momente und verlieben sich ineinander. Alles scheint perfekt zu sein, bis Jack eines Tages plötzlich verschwindet. Auch wenn Heather zutiefst verletzt ist, macht sie sich auf den Weg um Jack zu suchen, da sie ihn immer noch liebt.

 

Meine Meinung

Das Cover und der Titel lassen schnell den Eindruck entstehen, dahinter würde sich eine 08/15 Liebesgeschichte enthalten. Diese Vorstellung wird durch den typischen Anfang eines Liebesromans verstärkt: Sie trifft ihn und beide verlieben sich ineinander. Doch mit der überraschenden Wendung werden die stereotypischen Erwartungen, die man meistens an Romane hat, durchbrochen. Ich als Leserin war sogar geschockt und habe mich gefragt, wie es weitergehen wird.

Einige Klischees, die man aus Liebesromanen kennt, werden natürlich auch hier abgedeckt. Zum Beispiel, dass Gegensätze sich anziehen. Heather war in Schule eine Musterschülerin und weiß, was sie nach ihrer Europareise beruflich machen wird. Sie liebt es alles im Voraus zu planen. Sie ist eine Träumerin und liest gerne Hemingway. Jack dagegen plant nie weit Voraus und genießt einfach das Leben. Er ist witzig und gutaussehend. Auf den ersten Blick haben die beiden nichts gemeinsam. Doch genau das macht es sehr spannend zu verfolgen, wie Jack im Laufe der Geschichte Heather verändert und die beiden sich ineinander verlieben.

Die Schreibweise ist angenehm zu lesen. Es kommen auch einige Metaphern vor, die poetisch wirken. Dabei entsteht manchmal eine melancholische Atmosphäre, die dazu verleitet, über das Leben nachzudenken. Grundsätzlich finde ich es toll, wenn Charaktere in Büchern auf Reisen gehen. Bei diesem Buch fand ich jedoch, dass zu viele Orte abgearbeitet wurden. Bei der vorhandenen Buchlänge würde ich mich auf maximal vier verschiedene Orte konzentrieren. Durch den ständigen Ortswechsel wirkt der Handlungsablauf auf mich etwas gehetzt. Im Vergleich durchläuft Heathers Charakter eine größere Veränderung als Jacks. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass man als Leser die Geschichte aus ihrer Sicht wahrnimmt. Dadurch wird Jack etwas Geheimnisvolles verliehen und man ist schnell fasziniert von ihm. Genau wie Heather, wollte auch ich beim Lesen Jacks Beweggründe herausfinden.

 

Fazit

‚Liebe findet uns‘ hat mich angenehm überrascht. Ich habe schon einige Bücher in diesem Genre gelesen und trotzdem habe ich die Entwicklung, die die Geschichte annimmt, nicht erwartet. Umso mehr hat mich das Buch mitgenommen und nicht mehr losgelassen. Nachdem ich mit dem Lesen fertig war, musste ich immer noch über die beiden Protagonisten und ihre Geschichte nachdenken. Die Liebe von Heather und Jack hat mich so sehr berührt, dass ich mir am Ende ein paar Tränen einfach nicht verkneifen konnte. Dieser Aspekt fließt auch in meine Bewertung mit ein, da ich nicht so oft beim Lesen weinen muss. Ich hatte das Gefühl, am Geschehen beteiligt zu sein und habe immer mit Heather und Jack mitgefiebert. Das Buch lässt mich einfach nicht mehr los und ich empfehle jedem, der sich für das Genre interessiert, es zu lesen.

 

 

 

 

 

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: Liebe findet uns
Autor: J.P. Monninger
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-8437-1595-9
Seitenanzahl: 416

 

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