Rezension: ‚In seinen Augen‘ von Jay Crownover

/ / Liebesroman, Rezension

 

‚In seinen Augen‘ ist der erste Teil der ‚Marked Men‘- Serie von Jay Crownover. Es geht um den tätowierten Bad-Boy Rule und das brave Mädchen Shaw. Auch wenn die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, ist Shaw seit Jahren heimlich in Rule verliebt. Er bemerkt dies jedoch nicht, da er ständig mit anderen Frauen unterwegs ist. Doch wie es der Zufall will, landen die beiden irgendwann zusammen im Bett. Danach ändert sich für sie alles und aus einem One-Night-Stand entwickelt sich mehr, als Shaw und Rule sich das jemals vorstellen konnten.

 

Meine Meinung

Die Story wird abwechselnd aus Rules und Shaws Perspektive erzählt. Dies bewirkt, dass man sich gut in beide reinversetzen kann. Die Liebesgeschichte zwischen einem Bad-Boy und einem Good-Girl ist mittlerweile keine Seltenheit, trotzdem kommen Genreliebhaber auf ihre Kosten.

Shaw studiert Medizin und jobbt in einer Bar. Ihre Eltern schenken ihr schon seit Jahren keine Beachtung mehr. Außerdem hat sie einen Exfreund, der sie stalkt. Als ob das alles noch nicht genug Ballast für eine junge Frau ist, muss sie noch mit ihrem Liebeskummer fertig werden, den sie wegen Rule hat. Dieser weiß nämlich nicht, dass Shaw seitdem sie ihn das erste Mal gesehen hat, in ihn verliebt ist. Man könnte sagen, dass Shaw ein bisschen masochistisch veranlagt ist. Obwohl sie schon seit langem für Rule schwärmt, fährt sie ihn trotzdem jede Woche zu seinen Eltern. Dabei sieht sie ihn jede Woche mit einer anderen Frau, was dazu führt, dass sie immer frustrierter wird. Deshalb zolle ich an dieser Stelle meinen Respekt an Shaw. Ich an ihrer Stelle könnte nicht meinen Schwarm jede Woche mit einer anderen sehen. Shaw ist eine komplexe Figur, die gleichzeitig vor vielen Herausforderungen steht. Das Positive ist, dass all das sie zu einer starken Person macht. Auch wenn sie mit vielem fertig werden muss, hat sie eine Mitbewohnerin für die sie immer da ist. Und sie gibt Rule nicht auf, auch wenn er zunächst nichts von ihren Gefühlen weiß. Auch wenn ich mich mit Shaw nicht identifizieren konnte, so habe ich mir beim Lesen gewünscht, dass sie am Ende des Buchs ihr Glück findet, da sie kein leichtes Leben zu haben scheint.

Wer denkt, dass nur die Protagonistin einen schweren Background hat, irrt sich. Der männliche Gegenpart hat mindestens genauso viele Probleme, die er täglich bewältigen muss. Seit Rules Zwillingsbruder bei einem Autounfall ums Leben kam, läuft es zwischen ihm und seinen Eltern nicht mehr gut. Feste Beziehungen führt er auch nicht, weshalb er regelmäßig einen One-Night-Stand nach dem anderen hat. Er ist nicht nur tätowiert, sondern arbeitet selbst in einem Tattoo-Studio. Für jemanden, der ihn nicht kennt, scheint er der Inbegriff des Bösen zu sein. Und da es ihn nicht stört, was andere Menschen über ihn denken, unternimmt er nichts dagegen, um diese Vorurteile zu beseitigen. In Wirklichkeit ist er ein netter Kerl, auch wenn sein Umgangston manchmal zu wünschen übriglässt. Seinen Freunden gegenüber ist er stets loyal. Eine Sache stört mich an Rule und zwar, dass er jahrelang nichts von Shaws Schwärmerei mitbekommt hat, obwohl alle anderen um ihn herum es aufgefallen ist. Rule, Shaw und sein Bruder haben eine lange Zeit fast jeden Tag miteinander verbracht und er hat keine Notiz von Shaw genommen. Dies hat sich erst geändert, als er sie in der Bar arbeiten sah.

Die Dialoge sind auf eine witzige und freche Art und Weise geschrieben. Es wird nie langweilig, zu verfolgen, wie Rule und Shaw sich einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen liefern. Der Schreibstil ist fesselnd und macht es schwer, das Buch weglegen zu wollen. Die behandelnden Themen haben mich sehr berührt. Es ist keine oberflächliche Lovestory, da die gemeinsame Geschichte der verschiedenen Figuren weit zurückgeht und sehr ineinander verwoben ist. Es geht nicht nur um Liebe, sondern um Freundschaften, Familie und Verrat. Die Charaktere vertreten Ansichten, die sie nicht ohne Weiteres ändern wollen. Im Laufe der Geschichte lernen sie jedoch, dass nichts so ist, wie es zu sein schneit und sie ihre Sichtweisen überdenken müssen.

 

Fazit

Da ich ein großer Fan von Liebesgeschichten bin, gab es viele Stellen, die mich emotional berührt haben. Ich habe mir vorgenommen, die anderen beiden Teile der Reihe zu lesen, da mir die Nebencharaktere, um die es dort gehen wird, sympathisch erscheinen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bibliografische Daten:
Titel: In seinen Augen
Originaltitel: Rule
Autor: Jay Crownover
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-17256-6
Seitenanzahl: 430
Fortsetzung: In seiner Stimme

 

Buch hier bestellen:

Verlag (Werbung)

 Amazon*(Werbung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link von Amazon.de. Solltet ihr über diesen Link einen Kauf tätigen, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis des Produkts ändert sich für euch dadurch NICHT.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Klassiker ‚Jane Eyre‘ von der britischen Autorin Charlotte Brontë erschien zum ersten Mal im Jahr 1847 und ist immer noch einer der berühmtesten viktorianischen Gouvernantenromane. Im Mittelpunkt steht die junge Frau Jane Eyre, die sich in Mr. Rochester verliebt. Das Problem dabei ist, dass Rochester nicht nur Janes Arbeitgeber ist, sondern auch deutlich älter
‚Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters‘ ist der erste Band der ‚Spiegelreisenden‘-Saga von Christelle Dabos. Und darum geht’s: Nachdem die Welt in Stücke zerbrochen ist, sind viele Archen entstanden, die von den Menschen bewohnt werden. Auf der Arche namens Anima lebt Ophelia, die ganz besondere Fähigkeiten besitzt. Die junge Dame kann nämlich nicht nur
‚ENDGAME – Buch 2: Der Springer‘ ist der zweite Teil der ‚ENDGAME-Trilogie‘ von der US-Bestsellerautorin Skye Warren. Da ich den ersten Band sehr spannend fand und mich Averys und Gabriels Geschichte nicht mehr losgelassen hat, musste ich die Reihe weiterlesen. Der Umschlag in Festa-Lederoptik ist wieder ein Hingucker. Besonders toll finde ich die Idee, dass
OBEN